Egal ob Privatpersonen, Unternehmen oder Vereine, viele benötigen heute eine eigene Homepage, um sich und ihre Projekte darzustellen. Mit der passenden Software können Sie auch ohne die Hilfe eines Experten eine Webseite erstellen. Das geht innerhalb weniger Minuten. Welche Software Sie dazu nutzen können und was Sie sonst noch beachten müssen, können Sie in diesem Text erfahren.

Beginnen wir einmal mit den Grundvoraussetzungen für eine eigene Webseite: Sie benötigen sowohl eine Internetadresse (Domain) als auch den passenden Speicherplatz. Beides können Sie bei einem Webhoster bestellen. Webhoster bieten Ihnen zunächst eine Domain-Abfrage. Mit ihr können Sie herausfinden, ob ihre gewünschte Adresse noch verfügbar ist. Ist das der Fall, sollten Sie sich diese Domain gleich sichern. Anschließend müssen Sie sich entscheiden, welches Speicherplatz-Paket Sie bestellen möchten. Diese unterscheiden sich nicht nur im Umfang des nutzbaren Speicherplatzes, sondern bieten Ihnen auch zusätzliche Funktionen. Sie sollten vergleichen, welcher dieser Dienste Sie überhaupt in Anspruch nehmen möchten.

Webseite erstellen mit dem Alleskönner WordPress

Kommen wir nun zum kreativen Teil, dem Erstellen der Website. Dazu stehen Ihnen viele sogenannte Content Management Systeme (CMS) zur Verfügung. Die gängigsten sind WordPress, Joomla, Drupal und Typo3. Das Gute an diesen Systemen ist, dass Sie kostenlos erhältlich sind. Insbesondere WordPress ist ein wahrer Alleskönner. Vom einfachen Blog bis zur interaktiven Internetpräsenz können Sie mit dieser Software ganz unterschiedliche Webseiten erstellen. WordPress ist das System mit der größten Verbreitung. Das hat einige Vorteile für Sie: Es wird ständig von den Entwicklern aktualisiert. Außerdem gibt es eine sehr große Entwickler-Community, die neue Erweiterungen für das System entwickelt. Dadurch werden die Funktionen stetig erweitert und WordPress steht kostenpflichtigen Programmen in nichts nach.

WordPress ist einfach und intuitiv zu bedienen. Innerhalb weniger Sekunden ist die Software auf dem Webserver installiert und Ihre Webseite online. Stück für Stück können Sie sich nun daran begeben, die Inhalte anzupassen. Perfekt eignet sich WordPress für alle, die keine Programmierkenntnisse haben. Diese sind nicht erforderlich, da Sie die gesamte Verwaltung der Homepage über eine Benutzeroberfläche ausführen können. Sie brauchen also nicht in die Programmiersprache eingreifen.

Webseite erstellen mit Joomla: Das CMS liegt in einigen Bereichen hinter WordPress

Das Content Management System Joomla ist ebenfalls stark verbreitet. Grundsätzlich ist auch dieses recht einfach zu bedienen und zu durchschauen. Doch gerade für Anfänger ist WordPress besser geeignet: Die Bedienung funktioniert bei WordPress noch ein bisschen intuitiver. Das Dashboard, so wird das Verwaltungsmenü von WordPress bezeichnet, ist übersichtlich aufgebaut und führt Sie Schritt für Schritt durch die wichtigen Prozessen. Die Benutzerführung ist hingegen eine Schwachstelle von Joomla. Einige Basisfunktionen von WordPress müssen in Joomla nachträglich installiert werden.

Auch dieses System hat einige Erweiterungen, mit der Sie leicht eine Webseite erstellen und ihre Funktionen ausbauen können. Doch der Vorteil von WordPress ist die große Community. Sie steuert nicht nur ständig neue Plugins bei, sondern hilft auch bei Problemen. Sie brauchen dieses nur in einem der Foren darstellen und bekommen in der Regel eine schnelle Hilfe

Webseite erstellen mit Typo3: Das CMS eignet sich für große Unternehmen

Auch bei Typo3 handelt es sich um eine kostenlose Software. Allerdings ist der Umgang mit ihr recht komplex und für Anfänger schwierig zu durchschauen. Typo3 ermöglicht, komplexe Seitenstrukturen aufzubauen und zu verwalten. Sie können mit Typo3 Webseiten mit verschiedenen Sprachversionen einrichten und für die Nutzer klar abgegrenzte Arbeitsbereiche definieren. Wenn Sie also für einen Verein oder eine kleine Firma eine Webseite erstellen, dürfte Typo3 mit seinen zahlreichen Funktionen überdimensioniert sein. Geht es allerdings darum, eine Webseite für ein großes Unternehmen aufzubauen, bei dem die Bearbeitungsrechte vielschichtig gegliedert sind, eignet sich das CMS optimal.

Typo3 bietet auch Schnittstellen zu Anwendungen zu SAP. Somit kann beispielsweise die Buchhaltung, das Personalmanagement oder der Einkauf über eine Webseite ablaufen. Das sind weniger relevant für öffentliche Webseiten. Geht es allerdings darum, das unternehmenseigene Intranet mit vielen Funktionen auszustatten, kann Typo3 daher eine gute Wahl sein.

Webseite erstellen mit Drupal: Ideal für Comunity-Plattformen

Auch in Drupal können Benutzerrollen und -rechte sehr kleinteilig vergeben werden. Deswegen eignet sich das CMS, um Communitys aufzubauen und zu verwalten. Denn Sie können festlegen, welcher Nutzer in welchen Bereichen welche Rechte hat. Das hilft, wenn Sie die Moderation von Beiträgen an verschiedene Mitarbeiter verteilen.

Drupal ist ein Baukastensystem. Das bedeutet, dass es vorgefertigte Module gibt, die Sie stückweise erweitern können. Das System besteht nach der Installation lediglich aus einer recht schlanken Basisversion. Diese müssen Sie dann immer weiter anpassen, bis das von Ihnen gewünschte Ergebnis herauskommt, was sehr viel Zeit in Anspruch nehmen kann. Die Module können Sie nicht direkt über das Backend installieren. Deswegen setzt der Ausbau von Drupal eine hohe Technikkompetenz voraus.