Webhosting ist längst zu einem standardisierten Produkt geworden. Die Leistungsbeschreibungen vieler Webhoster sehen auf den ersten Blick sehr ähnlich aus und unterscheiden sich nur in wenigen Kleinigkeiten voneinander. Was liegt beim Erstellen eines Internetauftritts näher, als sich für den Anbieter zu entscheiden, der im Webhosting Preisvergleich den ersten Platz belegt? Oder gilt auch hier wie in vielen anderen Bereichen des Lebens die alte Weisheit: Wer billig kauft, der kauft am Ende teuer?

Zuverlässigkeit und Performance

Aus technischer Sicht lassen sich Preise, die deutlich unter dem marktüblichen Durchschnitt liegen, nur halten, indem der Webhoster sehr viele Kunden auf einen Server aufschaltet. Die Server arbeiten am Limit und sind spürbar langsamer als unter normaler Auslastung. Dies macht sich nicht nur beim Aufrufen einer Homepage bemerkbar, sondern auch beim Bearbeiten der Inhalte über ein Content Management System. Darüber hinaus kann ein Server, der bis an die Grenzen beansprucht wird, zeitweilig überlastet sein und für einige Sekunden oder Minuten nicht mehr reagieren. In diesem Fall erscheint beim Versuch, eine Webseite aufzurufen, nur eine Fehlermeldung. Dies mag für eine kleine Homepage mit wenigen Besuchern nicht dramatisch sein. Hingegen entsteht bei einem vielbesuchten Blog oder der Internetpräsenz eines Unternehmens ein schlechter Eindruck, wenn die Seite langsam lädt oder sporadisch ausfällt. Wenn dieser Zustand über längere Zeit andauert, kann es sich herumsprechen und bei Besuchern und Kunden für zunehmende Frustration sorgen. Beim Aufbau einer professionellen Homepage ist es ratsam, großen Wert auf einen zuverlässigen Anbieter zu legen und für solide Qualität einen höheren Preis zu akzeptieren.

Kundenservice und Support

Um wirtschaftlich arbeiten zu können, muss ein Provider, der sehr günstiges Webhosting anbietet, an vielen Stellen Kosten einsparen. Eine häufig genutzte Möglichkeit hierfür sind Einschränkungen beim Service. Viele preisgünstige Webhoster sind telefonisch nur schwer erreichbar, da die Leitungen häufig überlastet sind. Je nach Tageszeit ist ein Anruf bei der Hotline mit langen Wartezeiten verbunden. Auf Anfragen per E-Mail erhält der Kunde oft erst nach einigen Tagen eine Rückmeldung. Ein weiterer Punkt ist die Kompetenz, mit der die gestellten Fragen beantwortet werden. Um kosteneffizient zu bleiben, können sich die Mitarbeiter nur sehr wenig Zeit für eine einzelne Anfrage nehmen. In der Folge kann es vorkommen, dass der Kunde nur eine standardisierte Antwort erhält, die aus vorgefertigten Textbausteinen besteht und wenig mit der ursprünglichen Frage zu tun hat. Wer technisch bewandert ist und von vornherein weiß, dass er den Support selten oder nie in Anspruch nehmen wird, kann im Webhosting Preisvergleich nach den günstigsten Anbietern suchen. Kunden, die Wert auf qualitativ hochwertigen Support legen, sollten nicht nur auf die Kosten schauen. Guter Service hat seinen Preis und zahlt sich aus.

Kostenloses Webhosting für kleine Projekte

Einige Anbieter haben nicht nur preisgünstige, sondern vollständig kostenlose Pakete im Angebot. Dies hört sich zunächst sehr attraktiv an. Weshalb sollte man als Kunde für etwas bezahlen, das es woanders umsonst gibt? Grundsätzlich gilt, dass niemand etwas zu verschenken hat. Kostenloses Webhosting finanziert sich oft über Werbung, die auf der Homepage des Kunden eingeblendet wird. Zudem kann es sich bei extrem günstigen oder kostenlosen Paketen um Lockangebote handeln, die in ihrer Funktionalität stark eingeschränkt sind. Nach einem Upgrade auf ein höheres Paket ist es möglich, dass der Kunde in der Summe mehr bezahlt als bei einem namhaften Anbieter mit marktüblichen Preisen. Wer eine private Homepage aufbauen und dabei erste Erfahrungen sammeln möchte, kann sich für ein kostenloses Angebot entscheiden. Für einen ernstzunehmenden Internetauftritt sollten die Kosten nicht das einzige Kriterium sein.

Fazit

Günstiges Webhosting ist nicht in jedem Fall schlecht. In der Regel erhält der Kunde auch bei preiswerten Anbietern die vereinbarte Leistung. Ein entscheidender Punkt ist, dass kaum ein Webhoster fest definierte Ladezeiten für eine Homepage  zusichern wird. Das gleiche trifft auf die Wartezeiten beim Support zu. Hier sind bei günstigen Angeboten oft Abstriche in Kauf zu nehmen. Darüber hinaus kann kein Anbieter 100 % Verfügbarkeit garantieren. Jeder Ausfall einer Internetpräsenz ist ärgerlich, auch wenn er nur wenigen Minuten andauert. Ein renommierter Webhoster investiert viele Ressourcen in seine Infrastruktur. Derartige Ausfälle kommen daher deutlich seltener vor als bei Anbietern, die ihre eigenen Kosten an jeder Stelle drücken. Wer einen professionellen Internetauftritt realisieren möchte, sollte den Webhosting Preisvergleich aufmerksam studieren und nicht nur den Preis im Auge behalten, sondern auch Wert auf Zuverlässigkeit und Servicequalität legen.